Im Bistum Essen sind wir da, wo sich das Leben abspielt. Das ist am Wohnort genauso wie in Krankenhäusern, Gefängnissen, Kindergärten, Schulen und anderswo. Nicht überall stehen Kirchen und arbeiten Hauptberufliche; aber überall wirken Getaufte.

Biblisches Bild

„Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“ (Mt 18,20)

Der Auferstandene zeigt sich in vielen Situationen: In der Taufe, in der Eucharistie und in den anderen Sakramenten, im Wort der Hl. Schrift, im kirchlichen Lehramt, im Nächsten. Gott will berühren und verwandeln, so nah und so konkret wie möglich. Darum eröffnet er diese denkbar einfache Kraftquelle: Es reichen schon zwei, die Sehnsucht nach Gott haben.

Theologisches Fundament

Nähe ist nicht nur eine geografische, sondern vor allem eine mentale Dimension. Ob mir jemand nah ist, erkenne ich daran, mit wie viel Einsatz er sich für mich erreichbar macht: lokal wie mental. Diese Nähe, diese Basissolidarität im Menschsein, drückt „Gaudium et spes“ mit seiner Eingangsformulierung aus: „Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen von heute, besonders der Armen und Bedrängten aller Art, sind auch Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Jünger Christi. Und es gibt nichts wahrhaft Menschliches, das nicht in ihren Herzen seinen Widerhall fände.“ (GS 1)

Frage: Wie kann ich in meinem Umfeld überzeugend Nähe ausdrücken? Welche Form von Nähe wird von wem gewünscht? Was kann Kirche tun, um von diesen Wünschen zu erfahren?

Beispiele zum Handeln

Um eine nahe Kirche zu werden, entdecken wir unsere lokale Bedeutung als Christinnen und Christen neu und setzen sie in eigenverantwortliches Handeln um.