Im Bistum Essen haben wir Lust auf die Vielfalt der Leute zwischen Lenne und Ruhr. Wir schätzen die freie Selbstbestimmung der Menschen und die Vielfalt der Lebensentwürfe, die modernes Leben und moderne Gesellschaften prägen.

Biblisches Bild

„Jesus stieg auf einen Berg und rief die zu sich, die er erwählt hatte, und sie kamen zu ihm. Und er setzte zwölf ein, die er bei sich haben und die er dann aussenden wollte, damit sie predigen.“

(Mk 3,13-14)

Wer sich die Jünger Jesu und diejenigen um ihn herum näher anschaut, erkennt deren Vielfalt: der politische Judas Iskariot, der traditionsbewusste Jakobus, der energische Petrus, der sensible Johannes, die leidenschaftliche Maria von Magdala. Vielfalt ist kein Gegenbegriff zu Einheit, sondern ihre Voraussetzung.

Theologisches Fundament

Das Konzil blickt weit über die Grenzen der Kirche hinaus – und das ist völlig neu. Es wendet sich „nicht mehr bloß an die Kinder der Kirche [...], sondern an alle Menschen schlechthin“ (GS 2). Es sieht „die ganze Menschheitsfamilie mit der Gesamtheit der Wirklichkeiten, in denen sie lebt“ (GS 2). Und von diesen Wirklichkeiten lernt die Kirche – und sie lernt von den Menschen, deren „Sinn für Autonomie und zugleich für Verantwortlichkeit“ (GS 55) wächst. Es gilt, über unsere vertrauten kirchlichen Kreise weit hinaus zu gehen – und offen zu werden für die Menschen in ihrer ganzen Vielfalt.

Frage: Wie kann ich mich in meinem Umfeld für die Vielfalt der Menschen öffnen? Wie sind wir Kirche, in der sich niemand ausgeschlossen fühlt? Wie üben wir uns in Toleranz, die Offenheit und Weite möglich macht?

Beispiele zum Handeln

Um eine vielfältige Kirche zu werden, üben wir Offenheit und Weite ein und leben Gastfreundschaft.