Projekt 05a - Citypastoral-Projekte

Ausgangspunkt
Schon seit vielen Jahren gibt es im Ruhrbistum Versuche, das Evangelium nicht nur in Gemeindekirchen, sondern mitten in der Stadt zu verkünden, über kurzfristige, „passagere“ Kontakte in Citypastoral-Projekten. Doch trotz der großstädtischen Struktur ist die Kirche im Ruhrbistum nach wie vor eher dörflich aufgestellt und an traditionellen Gemeinde-Strukturen orientiert. Ziel war es daher, gemeinsam mit Beteiligten aus verschiedenen Projekten der Frage nachzugehen, wie eine Pastoral in der City, gerade für der Kirche fernstehende Menschen, aussehen kann.

Erfahrungen
An vier Orten im Ruhrbistum hat die Projektgruppe citypastorale Angebote neu auf- oder ausgebaut:

• Essen-Steele, St. Laurentius: Mit einer Fahrrad-Rikscha mobil und gut sichtbar im Stadtteil unterwegs.
• Bochum, Innenstadt: Mit dem „Think-Tank City-Pastoral“ bekommt das vorhandene Kirchenfoyer ein aufwändig gestaltetes neues Gesicht.
• Bottrop, Innenstadt: Im neuen, zentralen Haus der Stadtkirche „Kirchplatz 2/3“ soll das Erdgeschoß zu großen Teilen für citypastorale Angebote genutzt werden. Bis zum Baubeginn (etwa 2020) ist die Pfarrei St. Cyriakus mit in einem Ladenlokal in der Bottroper City präsent.
• Gelsenkirchen, Innenstadt: Bunte LED-Scheinwerfer im Eingang der St. Augustinus-Kirche unterstreichen den einladenden Charakter des Foyers.

Ausblick
Die Projektgruppe ist in eine dauerhafte Arbeitsgruppe gewechselt, die mit neuen Mitgliedern das Thema Citypastoral vorantreibt:

• Projektentwicklung und -begleitung für citypastorale Initiativen
• Zusammenstellen eines „Werkzeugkastens“ mit verschiedenen Methoden und Inhalten der Citypastoral
• Gründer-Training für Haupt- und Ehrenamtliche, die Citypastoral-Projekte starten wollen
• Entwicklung eines eigenen Labels für die Citypastoral im Ruhrbistum

Einige zentrale Überlegungen der Projektgruppe:

• In Pfarreien ist es nicht einfach, das Bewusstsein für einen Ort außerhalb der Gemeinde zu wecken.
• Die Präsenz in der Innenstadt braucht eine hohe Qualität, gerade mit Blick auf Architektur und Raumgestaltung.
• Ist Citypastoral mehr „Oase“ oder eher „Urban Player“?
• Mobile Initiativen (U-Bahn, Fahrstuhl, Einkaufsstraße) versus stationäre Angebote (Kirchencafé, Ladenkirche, Kirchenfoyer …)
• Wie verhalten sich citypastorale zu anderen kirchlichen Angeboten: Konkurrenz oder Synergie?
• Was meint „Innenstadtpastoral“, wenn es in den Innenstadtkirchen heute oft keine Gemeinden mehr gibt?

Ansprechpartner für dieses Projekt:

Norbert Lepping
Referent für Missionarische Pastoral
Tel.: 0201-2204-402
norbert.lepping@bistum-essen.de