Projekt 12 - Zentren für Tod und Trauer

Ausgangspunkt
Sterben gehört zum Leben, und der Umgang mit Tod und Trauer ist für christliche Gemeinden alltäglich. Viele Menschen suchen gerade in diesen Situationen den Kontakt zur Kirche und finden Halt in persönlichem Zuspruch und kirchlichen Ritualen. Dabei ist die Trauer der Hinterbliebenen immer individuell, Patentrezepte gibt es nicht. Ziel dieses Projekts war es deshalb, an festen Orten die Kompetenzen zu bündeln, die es bistumsweit bei diesem vielfältigen Thema gibt. Diese Kompetenzen sollten so für alle Beteiligten – Betroffenen sowie Begleiterinnen und Begleiter – besser nutzbar werden.

Erfahrungen
Es gibt bistumsweit eine Vielzahl von Trauer-Angeboten, sowohl von kirchlichen als auch von anderen Trägern. In dieser unübersichtlichen Landschaft ist es für Betroffene manchmal schwer möglich, Orientierung und das für sie angemessene Angebot zu finden.

Da das Angebot an Trauerbegleitung insgesamt – gerade im dichtbesiedelten Ruhrgebiet – gut und vielfältig ist, entschied sich die Projektgruppe zum einen dafür, die einzelnen Anbieter besser miteinander zu vernetzen. Hierfür wird der „Runde Tisch Trauer“ gestartet und die bereits etablierte Internetseite www.trauerraum.de ausgebaut. Zum anderen legte die Gruppe beim Konzept für ein „Zentrum für Tod und Trauer“ den Fokus stärker auf Menschen, die in der Trauerbegleitung tätig sind. Diese können an diesem Ort qualifiziert werden und haben die Möglichkeit, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Zudem soll das Zentrum eine Servicestelle für alle Initiativen im Bistum sein, die im Bereich Trauerbegleitung tätig sind. In Kooperation mit anderen Einrichtungen und Organisationen werden Weiterbildungen für Menschen angeboten, die in ihrem Tätigkeitsbereich mit Trauerfällen in Kontakt kommen, zum Beispiel ehrenamtliche Jugendleiterinnen und -leiter, Erzieherinnen und Erzieher sowie Lehrerinnen und Lehrer. Darüber hinaus sieht das Konzept der Projektgruppe vor, dass es auch Angebote für Trauernde selbst geben kann. Geplant sind zum Beispiel Angebote für Eltern, die um ein Kind trauern, das vor der Geburt gestorben ist, oder bei Trauer nach einem Suizid. Aber auch Trauer, die nichts mit dem physischen Tod zu tun hat, zum Beispiel nach einer Trennung oder nach Flucht, soll hier Raum bekommen und begleitet werden.

Ausblick
Das erarbeitete Konzept für ein „Zentrum für Tod und Trauer“ wird nun überprüft. Wenn vereinbart ist, wie es weitergeht, müssen Fachleute und ein passender Ort gefunden werden. Gleichzeitig gehen die Vernetzung bestehender Trauer-Initiativen im „Runden Tisch Trauer“ ebenso wie der Ausbau der Internetseite www.trauerraum.de weiter.

Ansprechpartnerin für dieses Projekt:

Angelika Koopmann
Diözesanbeauftragte für die Hospizseelsorge
Tel.: 0208-695-7312
angelika.koopmann@bistum-essen.de