Projekt 05b - Was macht die Kirche rund um den Dom?

Ausgangspunkt
Am Essener Dom wird seit mehr als 1000 Jahren gebetet. Heute ist vor seinen Pforten eine der meistbesuchten Einkaufsstraßen des Landes. Doch hinter der Anbetungskirche St. Johann mit ihrem großen Turm fällt der Dom kaum auf. Hier ein besonderes Citypastoral-Angebot zu etablieren, stand schon als Idee im Zukunftsbild, als dieses 2013 vorgestellt wurde. Über die etablierten Gottesdienste und Konzerte oder Besucher- Führungen der Domschatzkammer hinaus sollte der Dom gerade auch die Menschen ansprechen, die unverbindliche Kontakte mit der Kirche im Alltag suchen. Dabei muss Citypastoral herausfinden, was Menschen in der Innenstadt von Kirche brauchen und wollen. „Passagere“ und niederschwellige Angebote stehen im Fokus. Im Blick sind aber auch die vielfältigen Angebote der diakonischen Pastoral.

Erfahrungen
Aufgrund der besonderen Situation des Doms wurde dieses Projekt aus dem eigentlichen Zukunftsbild-Projekt Citypastoral (05A) herausgelöst. Seit Januar 2017 gibt es im Rahmen dieses Projektes einen eigenen Cityseelsorger am Essener Dom.

In den ersten Monaten stand ein intensives Kennenlernen und Vernetzen mit den verschiedenen Einrichtungen im Fokus, die das Leben und Arbeiten in der Essener Innenstadt gestalten. Ab Herbst 2017 starteten dann testweise erste neue Angebote. Im direkten Dom-Umfeld waren dabei gerade die Angebote außerhalb des Domes besonders beliebt, wenn zum Beispiel der Nikolaus unterwegs war oder vor dem Dom das Friedenslicht von Betlehem verteilt wurde. Sehr viele Menschen empfingen bei der Aktion „Ashes to go“ am Aschermittwoch vor der Kreuzigungsgruppe am Dom das Aschenkreuz. Viele dankbare und nachdenkliche Menschen nahm die Citypastoral dort wahr.

Weitere Projekte der Citypastoral:

• Ende 2017 begann im „Hayati“, dem Restaurant im Essener Grillo-Theater, die Gesprächsreihe „Sinnsucher-Salon“: Einmal im Monat gibt es nun dort ein Drei-Gänge-Menu – und zwischen den Gängen Gespräche mit Gästen. Jeder Abend hat ein anderes Thema. Im Essener Schauspielhaus lädt die Citypastoral zudem 2018 erstmals zur interaktiven österlichen Gottesdienstnacht „vom Tod zum Leben“.

• Im Programm „Kirche geht Kino“ zeigt die Essener Lichtburg – gleich neben dem Dom – immer am letzten Sonntag im Monat nach der Abendmesse im Dom einen besonderen Film mit anschließendem Filmgespräch.

• Die Citypastoral gestaltet die Sonntagabendmessen im Dom – und feiert gemeinsam mit der Dommusik in unregelmäßigen Abständen einen „Evensong“, einen Abendsegen für die Stadt.

Ausblick
Das Citypastoral-Projekt läuft vorerst weiter. Ausdrücklich ist geplant, weiter zu experimentieren und so nach und nach Formen und Angebote zu entwickeln, die Menschen in der Essener Innenstadt ansprechen und die zum Essener Dom passen.

Ansprechpartner für dieses Projekt:

Bernd Wolharn
Projektleiter Citypastoral am Dom
Tel.: 0201-2204-214
bernd.wolharn@bistum-essen.de