KOHLE, STAHL UND DUFTENDES HARZ


Die Weihrauchschale des Bistums Essen

Im Dialog- und Zukunftsbildprozess unseres Bistums haben viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Wunsch nach vielfältigen Gottesdienstformen geäußert. Mit diesem Thema wird sich künftig eine der Projektgruppen befassen, die die 20 relevantesten Ideen des Zukunftsforums weiterdenken.

Eine ganz konkrete Anregung, gemeinsam Gottesdienst in vielen ver- schiedenen Formen zu feiern, ist die besondere Weihrauchschale, die das Ruhrbistum beim Bistumsfest 2015 vorstellt. Zwei Jahre nachdem das Dialogkreuz vom Essener Burgplatz in alle Regionen des Bistums ausgesandt wurde, folgt ihm diese Weihrauchschale nun gewissermaßen nach. Egal ob in der Gemeindekirche oder in der Kindertagesstätte, bei einer Verbandssitzung oder im Familienkreis, im Jugendlager, im Schulgottesdienst, bei der Wort-Gottes-Feier, Andacht und Tagzeitliturgie oder bei vielen anderen Gelegenheiten in unseren Gemeinschaften lädt die Schale ein, Gottesdienste zu feiern. Implizit transportiert sie dabei eine ganz eigene Botschaft: Jede Schale ruht auf einem Dialogkreuz und verdeutlicht so, dass unser Zukunftsbild eben auch eine geistliche, eine Gebets-Dimension hat. Dabei ist die Schale klein und praktisch und lädt so zu einer ungewöhnlich sinnlichen Gottesdiensterfahrung ein: Ist Weihrauch sonst oft nur großen Liturgien vorbehalten, darf mit dieser Schale jeder selbst mit Weihrauch im Gottesdienst umgehen. Die Feier des Gottesdienstes ist ein ganzheitliches Geschehen in heiligen Zeichen, die wir mit all unseren Sinnen erleben dürfen. 

Benediktiner-Pater Abraham Fischer aus der Abtei Königsmünster in Meschede hat nach dem Dialogkreuz nun auch die Weihrauchschale für das Bistum Essen entworfen und in seiner Schmiede produziert. Die Schale ist Teil eines Sets mit allen Utensilien, die zur Verwendung der Schale nötig sind. „Stahl, Sand, Kohle, Weihrauch – diese Weih- rauchschale hat etwas sehr ehrliches“, erläutert der Kunstschmied, „das passt gut zum Ruhrgebiet und zum Ruhrbistum.“ So liegt der Weihrauchschale reines Olibanum bei, um auf der glühenden Kohle den Wohlgeruch zu erzeugen. „Da ist nichts parfümiert!“, betont Pater Abraham. Und die Schale selbst stammt ganz bewusst aus einem industriellen Kontext: „Das ist gewöhnlicher Stahl, ein sogenannter Klöpperboden, der sonst für Tanks oder Gasflaschen verwendet wird.“ Eine massiver und doch handlicher technischer Gegenstand, aus dem erst glänzend poliert und in der Verbindung mit dem kreuzförmigen Fuß ein liturgisches Gerät wird.Der Holzkoffer mit der Weihrauchschale enthält neben Streichhölzern, Weihrauch, Sand und Kohlen auch eine Broschüre mit Anregungen zum Einsatz der Weihrauchschale für verschiedenste Gottesdienst-Formen.

Weihrauchschale bestellen

Die Weihrauchschale des Bistums Essen kann für einen Eigenanteil von 25 Euro (für Bestellungen aus unserem Bistum) und von 70 Euro (für Bestellungen außerhalb unseres Bistums) zuzüglich Versandkosten (innerhalb Deutschlands) in Höhe von 4,50 Euro im Zukunftsbild-Büro bestellt werden: zukunftsbild@bistum-essen.de oder telefonisch unter 0201 2204 -576.