Du wirst gebraucht!

„Was ihr für einen meiner Geringsten getan habt, das habt ihr mir getan.“ (Mt 25,40)

Trotz des großen Reichtums in unserer Gesellschaft sind viele Mitmenschen von Armut betroffen; Ressourcen sind sehr ungleich verteilt. Dies ist eine Herausforderung für uns als Kirche. Denn Kirche sind wir nicht für uns, sondern für andere.

Im Bistum Essen helfen wir, Ungerechtigkeiten zu beseitigen und Lebensbedingungen zu verbessern. Als Christinnen und Christen nehmen wir mit Wachsamkeit die Bedürfnisse unserer Mitmenschen wahr.

· Wie fördern wir eine Haltung, die dieses Selbstverständnis fördert und wachsen lässt?

· Nehmen wir wahr, wie es unseren Mitmenschen geht – über unsere binnen-kirchlichen Kreise hinaus?

· Was kann helfen, die Nöte und Bedürfnisse in unserer Umgebung besser wahrzunehmen?

· Wie können Menschen motiviert werden, sich für andere zu engagieren? Und wie entdecken wir Menschen, die schon längst motiviert sind? Und was brauchen die Engagierten an Begleitung und Unterstützung?

· Wie nehmen wir politisch Einfluss, um unser Lebensumfeld zu verbessern?


A  01. Alternative Stadtführungen in den Städten des Bistums lenken den Blick auf Orte und Menschen, die angesichts der sozialen Not meist übersehen werden.

A 02. Um die Kontakte zwischen Kirche und Kommunalpolitik in unserem Bistum zu verbessern, werden Gesprächsformen entwickelt, die Kommunalpolitiker und kirchliche Vertreter regelmäßig zusammenführen. Kirchliche Vertreter in kommunalen Ausschüssen werden miteinander vernetzt.


A 03. Die vielen kirchlichen Angebote für Obdachlose und andere Bedürftige in unserem Bistum werden miteinander verbunden und ergänzt.


A 04. An weiteren Orten in unserem Bistum sollen sozialpastorale Zentren entstehen.


A 05. Das Bistum richtet eine Ehrenamtsagentur ein bzw. vernetzt sich mit bestehenden regionalen Angeboten und entwickelt dabei auch Angebote für Unternehmen, die ihre Angestellten ehrenamtlich einsetzen möchten.


A 06. Eine projektorientierte Form der Gemeindecaritas entwickelt Initiativen zur  Willkommenskultur, zu Problemen in Krankheit und Alter, zu Schwierigkeiten arbeitsloser Jugendlicher sowie anderen Themen und sammelt dazu Erfahrungen.


A 07. Das Angebot von Straßenexerzitien soll im Bistum verbreitet werden, um eine Haltung zu fördern, die Gott mitten im Alltag und bei den Menschen der jeweiligen Umgebung entdeckt.


A 08. Ein qualifiziertes Fundraising-Konzept soll dabei helfen, abgestimmt und gezielt Finanzquellen zu erschließen, die viele Träger im Bistum Essen unterstützen und Konkurrenzkämpfe abbauen.


A 09. Hilfebedürftige Menschen werden als vollwertige Mitglieder in unseren Gemeinden integriert und nicht mehr nur als Empfänger von Hilfeleistungen angesehen.


A 10. Auf den Ebenen des nachbarschaftlichen Zusammenlebens und der religiösen Erfahrungen soll der Interreligiöse Dialog intensiviert werden.