Projekt: Pastorale Dienste digital ausstatten

Effiziente Erreichbarkeit

Die Pastoralen Dienste erhalten eine standardisierte Hard- und Software sowie eine transparente, zentrale Ordnerstruktur. Mit diesen Maßnahmen sorgt das BE:moved-Projekt dafür, dass sich Pastorale Dienste miteinander vernetzen, dass Dokumente auch bei Dienstende erhalten bleiben und dass die pastoralen Mitarbeitenden optimal in die IT-Wartung des Bistums Essen eingebunden werden – das spart Zeit und Kosten.

Die Pastoralen Dienste im Bistum Essen haben technisch noch einigen Aufholbedarf: Manche Mitarbeitende sind derzeit zum Beispiel nur über ein Festnetztelefon erreichbar. Zukünftig werden Diensthandys u. a. eine datenschutzkonforme mobile Kommunikation und Arbeit ermöglichen.


 

Technik zum Anfassen

Wie könnte der Arbeitsplatz der Zukunft eigentlich aussehen? Darüber haben sich Pfarrer, Verwaltungsleitungen und IT-affine Mitarbeitende aus vier repräsentativen Pfarreien im Generalvikariat des Bistums Essen informiert. Sie waren eingeladen zu einem Experten-Hearing. Bei diesem Workshop wurde nicht nur intensiv darüber diskutiert, wie die digitale Pfarrei der Zukunft aufgestellt und wie Seelsorge digitaler werden kann, es stand auch die neue Technik zum Testen und Anfassen bereit. Die Kolleginnen und Kollegen konnten z.B. sogenannte Detachables ausprobieren: eine Kombination aus Bildschirm und Tastatur, die man entweder wie einen Laptop oder wie ein Tablet nutzen kann. Mit einem Klick sind der Bildschirm und die Tastatur voneinander getrennt. „Manche Teilnehmende sagten, dass sie nur erahnen könnten, was diese Geräte alles möglich machen“, sagt Tabea Diek, BE:moved-Projektleiterin.

Mitarbeitende der Pfarreien sind derzeit zum Teil nur über ein Festnetztelefon erreichbar. Andere nutzen ihre Privathandys für den beruflichen Alltag. Die beiden BE:moved-Projekte „Pastorale Dienste digital ausstatten“ und „Pfarrgemeinden digital ausstatten“ sorgen nun dafür, dass alle eine standardisierte Hard- und Software erhalten sollen. Insgesamt werden in Zukunft ca. 500 Seelsorgerinnen und Seelsorger sowie zahlreiche Verwaltungsmitarbeitende in den Pfarreien mit neuen Geräten ausgestattet.

Bedürfnisse berücksichtigen

Anfangs standen klassische Laptops und Diensthandys auf der Wunschliste. Nach einer Umfrage unter allen Seelsorgenden im Bistum Essen und vielfältigen Rückmeldungen aus dem Verwaltungsbereich sieht die Einkaufsliste nun ganz anders aus: „Wir haben einfach gefragt: Wobei soll euch die neue Technik unterstützen? Dabei kam heraus, dass zum Beispiel bei Trauergesprächen ein Laptop durch den hochstehenden Bildschirm eine künstliche Distanz erzeugen würde – das ist kontraproduktiv“, erklärt Tabea Diek, die selbst als Pastoralreferentin in St. Clemens in Oberhausen arbeitet. Deswegen bräuchten die Seelsorgenden ein Gerät, das wie ein Tablet nutzbar ist, eben wie das Detachable. Die Umfrage ergab auch, dass ein Gerät gewünscht wird, das aus handschriftlich gemachten Notizen ein Worddokument erstellt. So ließe sich schnell eine digitale Grundlage für die Predigt nutzen. Diese spezifischen Bedürfnisse der Pastoralen Dienste will die BE:moved-Projektgruppe „Pastorale Dienste digital ausstatten“ bei der finalen Entscheidung berücksichtigen.

Ausmisten und Ressourcen sparen

Es spielen aber auch ökologische und ökonomische Fragen eine Rolle. „Wir wollen nicht unnötig Ressourcen verschwenden und fragen daher in den Pfarreien frühzeitig an, welche Bildschirme oder Mäuse weiterhin genutzt werden können“, so Tabea Diek. Das bedeutet für alle Pfarreien erstmal: Inventur. Welche Endgeräte sind vorhanden? Wie stark ist die Internetverbindung? Welche Daten müssen gespeichert und archiviert werden? „Das wird eine große Herausforderung, das möchte ich nicht klein reden. Aber jeder muss bei sich selbst aufräumen – wie bei einem Umzug. Nur eben mit digitalen Daten. Einfach ausmisten und sich fragen: Brauche ich das Protokoll vom Pastoralteam 1998 wirklich noch?“, sagt die BE:moved-Projektleiterin mit einem Augenzwinkern.

Kritische Stimmen integrieren

Für die BE:moved-Projektleitung ist es wichtig, auch kritische Stimmen in den Auswahlprozess zu integrieren. „Manche Pfarreien haben große Bedenken. Aber solche Geräte sind für uns alle etwas Neues“, erklärt Tabea Diek. „Kritische Stimmen wollen wir erst recht dabeihaben, weil sie konkret hinschauen und mögliche Risiken benennen.“ Nur durch ehrliche Rückmeldungen aus einer heterogenen Gruppe könne das BE:moved-Projekt weiter verbessert werden.

Lieferschwierigkeiten blockieren Pilotphase

Derzeit werden drei bis fünf Pfarreien ausgewählt, die als erste in der Pilotphase mit den neuen Endgeräten arbeiten werden. Welches Modell es letztendlich in die Pfarreien schafft, kann Tabea Diek noch nicht verraten. Nur so viel: „Es wird nicht das Günstigste, weil wir auch auf die Qualität achten.“ Ob die Wunschausstattung aber rechtzeitig zur Pilotphase eintrifft, bleibt unklar. Aufgrund der globalen Pandemie wurden Produktionskapazitäten heruntergefahren, die nun Lieferverzögerungen verursachen. „Es gibt eben Dinge, auf die haben wir keinen Einfluss“, sagt die BE:moved-Projektleiterin.


Projektleitung

Tabea Diek

Pastoralreferentin St. Clemens, Oberhausen

Tobias Thewissen

IT-Anwenderbetreuung

Die Planung des Projekts wird unterstützt durch Mitglieder aus den unterschiedlichen Berufgsruppen, in Expertenhearings und anlassbezogenen Workshops.

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