Abschiede von Kirchenräumen

Arbeitshilfe zur pastoralen und kommunikativen Begleitung von Kirchenschließungsprozessen

„Im Zuge der Kirchenentwicklung im Bistum Essen werden wir in den kommenden Jahren zahlreiche Kirchengebäude aufgeben und von ihnen Abschied nehmen müssen. In der über 60jährigen Geschichte unseres Bistums ist die Zahl der Gläubigen um mehr als die Hälfte zurückgegangen – damit erweisen sich unsere äußeren Strukturen und auch die Zahl unserer Gebäude als zu groß. Und nicht zuletzt fehlen uns auf Dauer die Mittel, um unsere Kirchen alle in einem angemessenen Zustand zu erhalten. Das ist äußerst traurig, bitter und schmerzhaft.“- schreibt Generalvikar Klaus Pfeffer in der Einleitung.

Es wurde eine Arbeitshilfe entwickelt, die alle ehren- und hauptamtlichen Verantwortlichen in den Pfarreien dabei unterstützen soll, den Prozess des Abschiednehmens von Kirchengebäuden gut zu gestalten. Sie bietet zum einen Grundlagen zum Verständnis der Situation und der damit verbundenen Aufgaben. Zum anderen werden in einem umfangreichen praxisorientierten Teil Beispiele für die Durchführung von zielgruppenorientierten Aktionen, für liturgische Feiern und Tipps zur internen und externen Kommunikation im Kontext einer Kirchenschließung gegeben. Die Arbeitshilfe schließt mit Hinweisen zur weiteren Unterstützung: Wir geben Beispiele für Workshops und Coachings für Verantwortliche in Kirchenschließungsprozessen, benennen Kontakte im Bischöflichen Generalvikariat und verweisen auf weitere Literatur zum Thema. Zuletzt finden Sie den Verweis auf eine Plattform (OwnCloud), in der Sie weiteres Material finden und selbst zur Verfügung stellen können.

Kontakte

Ansprechpartner*innen im Fall einer anstehenden Kirchenschließung sind im Bistum Essen die Verantwortlichen der Arbeitsstelle Pfarreientwicklung. Hier finden Sie Unterstützung in der Begleitung eines pastoral und kommunikativ gut und sensibel gestalteten Prozesses des Abschiednehmens.

Arbeitsstelle Pfarreientwicklung

Mit der Entscheidung im Votum, die Kirche als pastoralen Ort aufzugeben, ist nicht gleichzeitig beschlossen, dass die Kirche abgerissen oder geschlossen wird. Vielmehr ist i.d.R. ein mehrjähriger Prozess zum Finden einer geeigneten Umnutzung notwendig. Dieser wird durch die Arbeitsstelle ImmobilienRaum begleitet. Sie stellt für die praktische Umsetzung hilfreiche Unterstützungsangebote zur Verfügung.

Peter Geisler

Leiter der Arbeitsstelle für Immobilienentwicklung

Eine wichtige Rolle in einem Kirchenschließungsprozess spielt die Kommunikation: innerhalb der betroffenen Gottesdienstgemeinde, mit den Gottesdienstgemeinden innerhalb der Pfarrei und nach außen. Hierfür bietet die Stabsabteilung Kommunikation Unterstützung an.

Ulrich Lota

Leitung Stabsabteilung Kommunikation

Thomas Rünker

Redakteur

Im Prozess einer Kirchenschließung sind Liturgien zum Abschied von zentraler Bedeutung. In der Arbeitshilfe finden Sie Elemente für Gottesdienste sowie die Beschreibung eines letzten Gottesdienstes zur Profanierung einer Kirche. Im Referat Liturgie finden Sie Unterstützung.

Jennifer Reffelmann

Referentin für Liturgie

Umnutzung von Kirchen

Im Rahmen der Zukunftsbild-Projekte wurden Beispiele für Umnutzungen von Kirchen und anderen pastoralen Gebäuden gesammelt. Dieser Ideenpool soll Anregungen für die eigene Arbeit bieten.

Die Landesinitiative StadtBauKultur hat in Kooperation mit Architektenkammer NRW und Ingenieurkammer-Bau NRW unter Mitwirkung der (Erz-)Bistümer und Landeskirchen in Nordrhein-Westfalen und mit Unterstützung der RWTH Aachen und des M:AI das Projekt "Zukunft – Kirchen – Räume. Kirchengebäude erhalten, anpassen und umnutzen"  in Leben gerufen. Auf der Website werden zahlreiche Beispiele präsentiert.