Vom Gotteshaus zum Konzerthaus

St. Marienkirche, Bochum 

Fragestellung        

Welche sinnvolle Nutzung/Optionen für das Kirchengebäude gibt es? 

Allgemeine Daten

Ehedem selbständige Pfarrei, die in 2002 in die Propsteigemeinde Peter und Paul aufgegangen ist; Kirche ist zu dem Zeitpunkt profaniert worden..  

Ort
44787 Bochum, Humboldtstr. 42

Pfarrei / Gemeinde
St. Peter und Paul

Ansprechpartner:
Propst Michael Ludwig

Rechtliche Besonderheiten (Historisch bedingt, z.B. Kirchliche Zweckbindung)

Baujahr/Bauphase
1867 – 1872, Zerstörung Mai 1944; Wiederaufbau bis 1953

Architekt Bestand (Name / Stadt)
Gerhard August Fischer, Wuppertal-Barmen; Dr. Kurt Hubert Vieth, Herne (Wiederaufbau) 

Architekt Umnutzung (Name / Stadt)
Bez + Kock, Stuttgart

Gebäudetypus / Baustil (Romanisch / Gotik / Neugotik / Nachkriegsbau / 60er Jahre / ...)
Neugotische, dreischiffige Backstein-Hallenkirche mit polygonalen Chor; neugotische Innengestaltung ging durch Kriegszerstörungen verloren

Denkmalschutz ja/nein (Besonderheit in Stichpunkt; Bautechnisch; Materialtechnisch; Künstlerisch)
Nein; das Gebäude steht nicht unter Denkmalschutz

Ortslage / Baulicher Kontext (soziales Umfeld; Quartierbevölkerung; ...)
Als bestimmendes Element der südlichen Innenstadterweiterung ist die Kirche sowohl historisch als auch aktuelles Zeichen in einem für die Stadt wichtigen Stadtteil. Aktives Umfeld mit „Bermudadreieck“

Umnutzungsideen (vorab; was für Ideen gab es; welche wurden genauer geprüft;  welche kamen in die engere Auswahl)
Nach der Profanierung der Kirche sind verschiedene Nutzungsmöglichkeiten diskutiert und erörtert worden; von der Umgestaltung als Verwaltungszentrum für den Gemeindeverband, eine möglichen Abriss bis hin zum Konzerthaus. Wobei bei einer möglichen Nutzung als Konzerthaus über viele Jahre hinweg die Klärung der Finanzierung offen war.  

Prozessbeteiligte (Reihenfolge beachten;  Zustoßen zum Prozess)
Pfarrei, BGV Gemeindeverband, Stadt Bochum  

Kirchliche Umnutzung (tatsächlich) (Hinweis: verkauft/vermietet)
Kirche ist letztendlich an die Stadt Bochum verkauft worden. Eine der Glocken ist im Turm verblieben und wird in das Konzertgeschehen eingebunden. Die drei künstlerisch gestalteten Fenster des Chorraumes sind von der Pfarrei der Stadt leihweise zur Verfügung gestellt worden und sind in das neue Foyer nun einbezogen. 

Kosten / Investitionen

Fazit / Erfahrungen im Prozess
Langwieriger Prozess; bei dem immer wieder die Finanzierung des Gesamtobjektes durch die Stadt in Frage stand; Verkaufsoption ist mehrmals verlängert worden

Fazit / Erfahrung der Nutzung
Das neue Konzerthaus und somit auch die Kirche in neuer Funktion wurde im September 2016 eröffnet.