Unsere Kirchen bleiben offen

Nach den guten Erfahrungen mit der Offenen Kirche im Advent wollen wir der Corona-Pandemie mit Kreativität und Begeisterung begegnen.

Hier finden Sie erprobte Ideen und können gerne Ihre eigenen Erfahrungen beisteuern.

Gute Ideen in Stichworten

  • Die Citypastoral im Bistum Essen hat ein "Samenpapier" als Giveaway für das diesjährige Pfingtsfest entwickelt mit der Aufschrift "Lass wachsen! - Deine Hoffnung"
    Das Papier liegt in großer Stückzahl vor und könnte auf die zu besetzenden Plätze gelegt werden. Die PDF liegt im Ordner.

  • Die Beachflags, die wir bereits im Advent genutzt haben, können jetzt wieder vor die Tür.

  • Heaven-Online verschenkt als Dankeschön eine Box mit KostbarKarten vom Verlag neukirchener aussaat: "Schaffenspause".
    Sieht klasse aus mit Sätzen zum Thema "Schaffenspause". Geschätzt 50 Stück. In diesem Verlag gibt es ein riesiges Sortiment ähnlicher Sets. Zum Auslegen und zum Thema machen.

  • Wie machen wir es mit den Abständen zueinander?
    Ganz einfach wäre es, das Gesangbuch an den entsprechenden Platz zu legen.

  • Das Sonntagsevangelium auf einen gut gestalteten, festeren Karton drucken und auslegen.

  • Mit Fotokarten arbeiten, z.B. aus der Serie Mensch Jesus von Eva Jung.

  • Kleine, weiße Leinensäckchen  mit einem Spruch bedrucken (Stempel herstellen) und mit einer (süßen) Überraschung füllen.

  • Die Pfarrbücherei stellt Bücher, die sie aussortieren wollen, zur Verfügung, die dann auf den Plätzen ausliegen. Es könnten aber auch zu entleihende Bücher sein mit der Bitte, ihnen neue, ausgelesene Bücher aus dem eigenen Bestand zur Verfügung zu stellen, um so den Bestand zu erweitern.
    Das Gleiche können Sie mit CDs machen: Jeder Gottesdienstbesucher bringt eine CD mit, die er toll findet, aber gut abgeben kann. Beim nächsten Mal liegen diese CDs aus und jeder bekommt eine neue.

  • In Absprache mit dem örtlichen Blumenhandel: pro Platz eine Rose (oder eine andere Blume) und mit der Bitte um eine Spende am Ende des Gottesdienstes für den Blumenladen und ein weiteres Projekt.


Den richtigen Kontrast finden

für Platzkarten und Informationsplakate

Manchmal ist eine Schrift auf einem Untergrund gut gemeint, aber schlecht zu lesen. Am Besten, man probiert es mit Menschen aus, die eine Sehschwäche haben. Vorbereiten lässt sich das gut mit diesem Tool:

https://contrastchecker.com/

Und bitte nicht vergessen: Es gibt Rot-Grün-Sehschwächen. Rot-Grün ist grundsätzlich eine schlechte Kombination.

Auf die Schnelle: Schwarz-Weiß geht immer.

Ein Wikipediaartikel über Sieben Farbkontraste, lehrreich und schön zu sehen.

Platzmarkierungen

"Hier können Sie sitzen"

Plätze in Kirchenbänken werden gewöhnlich von Besucher*innen mit Gebetbuch und der Handtasche oder dem Hut am Haken markiert. Jetzt muss der Platz markiert sein, bevor jemand die Kirche betritt. Es ist besser, einen Platz einladend zu marieren als Plätze zu sperren.

Gute Beispiele für freundlcihe Markierungen sind

  • die aktuellen Pfarrnachrichten
  • ein Flyer der Gemeinde
  • Post-It mit einer ansprechenden Grafik
  • eine Blume, die anschließend mitgenommen werden kann
  • ...

Platzmarkierung mit Kerze

Einladen in begrenzte Räume

Gute Ideen zwischen Kreativität und Erschöpfung

Die Kontaktsperre hat uns überrascht. Was tun wir, wenn sonntags keine Messen mehr gefeiert werden können? Relativ schnell entstanden Streaming-Angebote in den Pfarreien. Überall gibt es Menschen, die bereits Erfahrung mit dem Internet und mit Technik haben. Aber für die meisten Menschen ist es Neuland. Die Klickzahlen zeigen, dass viele dankbare Gemeindemitglieder sonntags einen Blick in "ihre" Kirche werfen, die Heilige Messe so gut es geht mitfeiern und mitbeten. Wir lernen neue Formen der Gemeindebildung kennen.

Ältere Menschen haben bereits Übung im Umgang mit Gottesdiensten im Fernsehen. Sie kennen Kanäle und Zeiten. Sie wissen, dass es gut ist, den eigenen Raum, das eigene Zuhause für die Zeit des Gottesdienstes zu gestalten, vielleicht eine Kerze anzuzünden und das Telefon auszuschalten.

Das gute alte Telefon kann in dieser Zeit ein Weg für die Seelsorge sein. In unseren Pfarreien gibt es Seelsorge-Telefonnummern, die gibt es auch auf Bistumsebene und es gibt die bekannte Nummer der Telefonseelsorge.
Per Telefon werden Hilfen organisiert für den Einkauf oder einfach nur, um die Einsamkeit zu unterbrechen.

Unsere Kirchen sind mehr oder weniger lange geöffnet. Wer abschließt, sieht die Spuren der Nutzung: Kerzen wurden angezündet und manche Zeile steht im Fürbittbuch, Stühle wurden verrückt und Gebetsblätter müssen nachgelegt werden.
Wir können unsere Erfahrungen aus der Zeit der Offenen Kirchen im Advent einbringen. Manche Kirchen haben doch noch die bekannte Beachflag, die den Passanten signalisiert: Die Kirche ist offen.

Diesmal brauchen wir eine andere Art von Begrüßung. Etwa so:

Herzlich willkommen !

Unsere Kirche ist offen.

(Hier Öffnungszeiten eintragen)

Hier finden Sie Ruhe.
Hier haben Sie Zeit zum Gebet.
Sie können 1 Kerze anzünden.
Sie können in das ausliegende Fürbittbuch schreiben.

Bitte denken Sie an Ihre Sicherheit und an die Sicherheit Ihrer Mitmenschen.

Diese Kirche ist ein geschlossener Raum.
Darum: Setzen Sie bitte Ihren Mund-Nase-Schutz (Maske) auf.

Sie können in das Fürbittbuch schreiben.
Bitte nutzen Sie dazu Ihren eigenen Stift.

Bitte fassen Sie nichts an.
Wir wissen noch zu wenig über das Virus.
Wir wollen keine Risiken eingehen.
Darum bleibt unsere Kirchentür offen.

Halten Sie Abstand zu anderen Menschen.
Wir wissen alle, dass das keine Unhöflichkeit ist.
Grüßen können wir uns ja trotzdem.

 

Wir danken herzlich für Ihren Besuch.

Bleiben Sie behütet!


Wenn das Kirchengebäude geschlossen bleiben muss, machen wir es frei nach Anthony de Mello und heften einen Zettel and die Tür Ich bin hier draußen.

Citypastoral

Einblicke

Hier zeigen wir Ihre Bilder der offenen Kirche

Ansprechpartner für dieses Projekt:

Michael Meurer

Leiter der Abteilung Gemeinschaft und Diakonie

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