Kirchenumnutzung zum sozialen Verwaltungs- und Dienstleistungszentrum

Kirche:
Fronleichnam, Bochum

Fragestellung 

Allgemeine Daten
außer Dienst gestellt am 30. August 2008

Ort
44892 Bochum-Laer, Wittener Straße 447

Pfarrei / Gemeinde
Liebfrauen

Ansprechpartner:
Herr Schleich (Kirchenvorstand), 
Frau Brigitte Herget (Verwaltungsleitung Kirchengemeinde) 
Herr Kemner (Caritas-Direktor)

Rechtliche Besonderheiten (Historisch bedingt, z.B. Kirchliche Zweckbindung)
Keine

Baujahr / Bauphase
Baujahr 1912-13, 1917 erstmals konsekriert, 1944 teilweise zerstürt, 1945-48 Wiederaufbau, 1948 neu konsekriert  

Architekt Bestand (Name / Stadt)
Architekt Wielers, Bochum
Architekt Theodor Sohm, Bochum

Architekt Umnutzung (Name / Stadt)
Funke und Popal Architekten, Oberhausen

Gebäudetypus / Baustil (Romanisch / Gotik / Neugotik / Nachkriegsbau / 60er Jahre / ...)
Nachkriegsbau

Denkmalschutz ja/nein (Besonderheit in Stichpunkt; Bautechnisch; Materialtechnisch; Künstlerisch)
Nein; das Gebäude steht nicht unter Denkmalschutz

Ortslage / Baulicher Kontext (soziales Umfeld; Quartierbevölkerung; ...)
Der Stadtteil Laer war seit den 1960er Jahren vom dort ansässigen Opel-Werk geprägt. Das  Werk ist inzwischen geschlossen. Durch die Hochkonjunktur am Standort wurde in den 90ern viel an Wohnbebauung nachverdichtet. Die bauliche Entwicklung von den, den Stadtteil prägenden Bauten stammte aus den 1970er bis 1980er Jahren. Die Kirche Fronleichnam steht in unmittelbarer Nähe zur Hauptverbindungsstraße, Wittener Straße, direkt gegenüber dem Opel-Werk, am Rande des Stadtteils. 

Umnutzungsideen (vorab; was für Ideen gab es; welche wurden genauer geprüft;  welche kamen in die engere Auswahl)
Von Anfang an verfolgten die Projektbeteiligten das Ziel und arbeiteten an dieser Umnutzungsidee. Wichtig war allen Beteiligten, dass die Kirche als Gebäude im Stadtteil erhalten bleibt.  

Prozessbeteiligte (Reihenfolge beachten;  Zustoßen zum Prozess)
Kirchenvorstand Liebfrauen, Vertreter des Caritasverbandes für Bochum u. Wattenscheid, Dez. 1.3 Kirchengemeinden

Kirchliche Umnutzung (tatsächlich) (Hinweis: verkauft/vermietet)
Der Caritasverband plant, auf dem Grundstück die Kirche als Versammlungsstätte und einen Kapellenraum für eine pastorale Nutzung zu erhalten. Des Weiteren soll künftig im Kirchengebäude die Verwaltung des Caritasverbandes untergebracht werden, welche z. Z. noch im ehemaligen Stadthaus Bochum verortet ist. Anstelle des ehem. Pfarrhauses und des Pfarrheimes werden dort zwei soziale Einrichtungen als Neubauten entstehen. Hierbei handelt es sich um ein stationäres Behindertenwohnheim mit etwa 20 Plätzen und um ein Schutzhaus für Frauen. Die Neubauten sollen als Ersatz für die sanierungsbedürftigen Gebäude in Bochum-Grumme (Bergstraße) dienen. Ebenso möchte der Sozialdienst katholischer Frauen seine Räumlichkeiten im Rahmen des Gesamtkonzeptes an diesen Standort verlagern. 
Der relativ ungünstige und an der Stadtperipherie gelegene Standort, wurde in den Gremien des Caritasverbandes und des SkF sehr kritisch diskutiert. Mangels qualifizierter Alternativen hat sich der Caritasverband für diesen Standort entschieden, wobei beabsichtigt ist, in der Innenstadt von Bochum eine Anlaufstelle beizubehalten. 
Zwischenzeitlich hat die Caritas damit begonnen, hinter der profanierten Fronleichnam-Kirche die Einrichtung für suchtkranke Menschen zu bauen. Der Umbau der Kirche wird in Kürze folgen. 

Kosten / Investitionen
Kosten sind nicht bekannt

Fazit / Erfahrungen im Prozess
Innerhalb kurzer Zeit waren sich die Prozessbeteiligten einig. 

Fazit / Erfahrung der Nutzung 
Da die Nutzung noch nicht angelaufen ist, gibt es auch noch keine Erfahrungswerte